Presse 2017-09-12T16:39:26+00:00

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Wingert nach historischem Vorbild

Höchster Kreisblatt – 09.09.2017
Von Esther Fuchs
Der Südzwinger der Burg wird von der Sonne verwöhnt. Tafeltrauben reifen hier besonders gut. Es wurden vor einigen Jahren dort erneut Rebstöcke gepflanzt. Die süßen Früchte luden jetzt zum Herbstbeginn zur Lese ein.
Die Rebstöcke am Südzwinger der Burg hängen voll mit süßen Tafeltrauben, weiß und rot, dicht an dicht. Eine Zweiteilung nach Farbe gibt es nicht. „Wir haben hier keine Weintrauben angebaut, sondern Tafeltrauben. Dabei konnten die Paten die Farbe ihrer bevorzugten Trauben auswählen“, erklärt Burgvereinschef Peter Arnold. Ein Sachverständiger der Staatsdomäne Kloster Eberbach habe den Burgzwinger vor etwa fünf Jahren inspiziert und den Traubenanbau für möglich gehalten. Aufgrund der geringen Fläche und des Aufwand der Weinkelterei, tendierte der Fachmann jedoch zum Tafeltraubenanbau, erinnert sich Arnold. Die Idee zum Weinbau im Südzwinger hatte der Burgverein 2012. Paten konnten Stöcke erwerben. Eine Urkunde verbrieft das, ein Schild am Rebstock führt den Namen auf. „Ich konnte vor fünf Jahren drei Traubenstöcke für meine Kinder Karoline, Felicia und Henning erwerben“, erklärt der Eppsteiner Jörg Herrmann. Karoline ist zur Ernte jetzt mit ihrem Vater vorbeigekommen. Mittlerweile ist sie verheiratet und lebt in Wiesbaden.
Für die Enkel in den USA
„Die Traubenernte gibt mir immer eine schöne Gelegenheit, in Eppstein bei meinem Vater vorbeizuschauen und gemeinsam mit ihm die leckeren Trauben zu ernten“, sagt sie. Die weißen Früchte möge sie besonders gern. Sie schmeckten richtig gut im Müsli oder zu Joghurt. „Gelee oder Saft machen wir allerdings aus der kleinen Ernte nicht. Die sind sowieso viel zu lecker und daher immer gleich aufgegessen“, verrät Jörg Herrmann. Traubensaft für die Enkelkinder produziert Familie Hilles. Sie übernahmen Patenschaften, um den Heimatbezug der Familie zu erhalten. Die vier Enkel leben in Tennessee/USA und freuen sich immer auf die leckeren eingekochten Produkte, die Großmutter Renate macht.
Karger Lohn
Der Südzwinger war ursprünglich ein Verteidigungselement der Burg. Im 14. und 15. Jahrhundert legten die Burgherren Mauerringe als zusätzlichen Schutz um die Kernburg. Die alten Mauern wurden 1616 verstärkt, der Zwinger aufgeschüttet. Größere Geschütze sollten so aufgestellt werden. Diese Strategie verfolgte man im 17. Jahrhundert nicht mehr. „Die Burg wurde von Verwaltern bewohnt. Die verwalteten Gebiete gaben hier ihren Zehnten ab“, erklärt Arnold. Die Verwalter erhielten einen kargen Lohn, so dass man im Zwinger einen Garten mit Rebstöcken und Obstbäumen zur Selbstversorgung anlegen musste. 1715 sind auf der Burg Eppstein bereits ein Wingert und Obstbäume bezeugt. Die nun 40 Rebstöcke haben alle private Paten. Auch viele Rosen und Obstbäume hat der Verein hier gepflanzt – ebenfalls mit Patenschaften. „Ich glaube, wir waren hier in der Region der Vorreiter für diese Idee“, sagt der Zweite Vorsitzende Dirk Büttner. Seine Tochter Charlotte (3) inspiziert die Früchtchen, probiert und überlegt, ob ihr die roten oder weißen Trauben besser schmecken. „Dieses Jahr gibt es mehr rote Früchte“, sagt Karoline Reiser zu ihrer Ernte. Dass die roten Trauben am Südhang der Burg gut gedeihen, habe sich immer wieder gezeigt, weiß Arnold.

Gespenster am Südzwinger?

Höchster Kreisblatt – 26.05.2015
Von Manfred Becht
Weshalb die Beleuchtung auf der Burg nicht immer so funktioniert, wie sie soll, fand Peter Arnold, Vorsitzender des Burgvereins, heraus. Die Antwort ist ebenso einfach wie kurios. Sie schauen ganz unschuldig in die Welt: Diese beiden Schafe sorgten im vergangenen Jahr dafür, dass die Sträucher und Hecken am Südzwinger in Form blieben. Ihre beiden Nachfolger haben großen Gefallen an den Strahlern gefunden, die die Burg ins rechte Licht rücken sollen.
Eppstein. 
Man hätte ja auf die Idee kommen können, „Albine“ sei aktiv geworden. So nämlich heißt das von Alexandre Dumas in seinem 1844 erschienenen Roman beschriebene Gespenst auf der Burg, und die Eppsteiner haben es nur zu gern in den Reigen ihrer lokalen Mythen und Geschichten aufgenommen. Und warum soll es nicht „Albine“ gewesen sein, die die Strahler im Südzwinger der Burg verstellt haben?
Dass dort oben seit einiger Zeit etwas Merkwürdiges vor sich geht, darauf haben verschiedene Eppsteiner Peter Arnold, den Vorsitzenden des Burgvereins, hingewiesen. Immer wieder war festgestellt worden, dass die Burg abends nicht oder anders angestrahlt wurde als geplant. Irgendjemand muss sich da an den Lampen zu schaffen gemacht haben, so viel stand fest.
Nun hat Arnold das Rätsel gelüftet: Nicht „Albine“ war es, sondern die beiden Schafe, die dort am Südzwinger den Sommer als „lebendige Rasenmäher“ verbringen, haben immer wieder die Scheinwerfer angerempelt und auf diese Weise verstellt, berichtet Arnold. „Ein Grund mehr, eine neue Beleuchtung zu installieren“, schlussfolgert der Chef des Burgvereins.
Neuigkeiten rund um die Burg gibt es noch mehr. So plant der Burgverein, einen Burgenwanderweg von der Eppsteiner zur Königsteiner Burg auszuweisen, als Verlängerung des Weges von dort zur Burg in Falkenstein. Drei Stunden oder etwas mehr, je nach Tempo wird man für dieses Teilstück brauchen. Der Burgverein hat das Projekt bei der Aktion „175 Spenden“ der Nassauischen Sparkasse angemeldet – die Internetnutzer können über die Homepage der Bank entscheiden, welche Projekte gefördert werden.
Ein Anziehungspunkt nicht nur für Wanderer, sondern auch für Kunstinteressierte, soll die Burg von 31. Mai an werden. Dann startet die Skulpturenausstellung „Blickachsen 10“ mit einem Kunstprojekt von Peter Kiefer. Anders als der Titel erahnen lässt, geht es dabei nicht um optische, sondern um akustische Installationen und Eindrücke auf der Burg. Das Projekt, das bis zum 4. Oktober dauern soll, wird im Kreisblatt demnächst noch einmal gesondert vorgestellt.
Bereits sofort besichtigen kann man einen Film, den Ferdinand und Oliver Klös über die Burg und die Aktivitäten des Burgvereins gemacht haben. Zu sehen ist dieser bei youtube: https://www.youtube.com/watch?v=RWiVocQgm7s

Arbeitseinsatz auf der Burg

Mit Eifer waren Burgvereinsmitglieder an zwei Samstag im Oktober 2013 bei den Arbeitseinsätzen an den Burgmauern dabei. Efeu und Gestrüpp, das die Burgmauern beschädigt, wurden entfernt.
Die Frankfurter Neue Presse/Höchster Kreisblatt berichtete darüber:

Bald Multi-Media-Guide für Burg Eppstein

Eppstein 21.02.2014
Von Angelika Heyer
EPPSTEIN – Kann es passieren, dass ein Besucher die Eppsteiner Burg nicht findet? Kaum vorstellbar, denn schon von Weitem ist sie über der Altstadt zu sehen. Allerdings kann es durchaus passieren, dass ein Ausflügler vor dem verschlossenen Osttor steht – und glaubt, die gesamte Burg sei zu. Das soll sich jetzt durch neue Hinweisschilder ändern, die eindeutig den Weg zum Haupteingang am Westtor weisen. Der Hinweis auf den richtigen Zugang ist nur ein Aspekt der neuen Beschilderung, die der Burgverein Eppstein finanziert hat. Für 10.000 Euro wurden sieben Hinweisschilder und 17 Informationstafeln hergestellt und montiert. In kurzen Texten auf Deutsch und Englisch erhalten die Besucher Informationen über die historische Bedeutung und Funktion der Gebäudeteile der Burg.

Absichtlich klein
Verfasst hat sie die Leiterin des Burgmuseums, Monika Rohde-Reith, die grafische Umsetzung stammt von der Eppsteiner Designerin Susanne Michelski. Die Tafeln wurden absichtlich relativ klein gehalten, erläutert Peter Arnold, der erste Vorsitzende des Burgvereins, damit sie an dem historischen Gemäuer nicht allzu sehr stören.
Auch wenn es auf den ersten Blick nicht so aussieht: Im Jahrhunderte alten Gemäuer setzt man auch auf moderne Technologie. So sollen die Informationstafeln mit einem QR-Code versehen werden, sodass Besucher sich eine kleine Führung aufs Smartphone laden können. Und das ist nur der erste Schritt. Noch dieses Jahr soll ein Multi-Media-Guide für die Burg erstellt werden, der über nüchterne Fakten hinausgeht. Zunächst wird die Burg digital vermessen: Am Computer wird dann rekonstruiert, wie die Burg vermutlich ausgesehen hat. Zusätzlich werden die Burgschauspieler im Sommer einige Spielszenen aus dem Leben der früheren Herren von Eppstein drehen. Bisher gebe es nur „zwei Filmchen“, sagt Arnold, in Zukunft soll mittelalterliches Leben in den Mauern von Burg Eppstein greifbar werden. Der Multi-Media-Guide wird etwa 60.000 Euro kosten, 40.000 Euro übernimmt die Flughafenstiftung als Sponsor, den Rest muss der Burgverein stemmen.

Scheinwerfer fressen Energie
Anschließend steht noch ein weiteres Projekt an, das der Burgverein gemeinsam mit der Stadt Eppstein umsetzen will: ein Konzept für eine komplett neue Beleuchtung der Burg. Der Beleuchtungsexperte Arne Fiedler aus Walluf wird es ausarbeiten. Arnold geht davon aus, dass das Konzept 8000 Euro und die Umsetzung später einen sechsstelligen Betrag kosten wird. Deshalb könne das auch nur Schritt für Schritt geschehen.
Sinn der Sache ist in erster Linie, Energie zu sparen. „Die alten Scheinwerfer sind Energiefresser“, sagt Arnold. Außerdem senden die Strahler ein Großteil der Beleuchtung in den Himmel. Wichtig ist auch, die Wege im Bereich der Burg und die Aufgänge besser auszuleuchten, um die Sicherheit zu verbessern. Die Beleuchtung dieser Wege soll künftig an die normale Straßenbeleuchtung angeschlossen werden und nicht mehr an die Burgbeleuchtung. Und schließlich soll die Burg effektvoll ins rechte Licht gesetzt werden, ohne dass ringsum „Lichtsmog“ entsteht. Bei Veranstaltungen auf der Burg soll es möglich sein, bestimmte Stellen zusätzlich zu beleuchten. Arnold rechnet damit, dass der Burgverein mit diesem Projekt die nächsten zwei Jahre beschäftigt sein wird.

http://www.eppsteiner-zeitung.de/nachrichten/eppstein/neue-wegweiser-schilder-fuer-burg-id4959.html
http://www.fnp.de/lokales/main-taunus/Burg-per-App-erkunden;art676,758022