Erfolgreiche Arbeiten an Mauern und Zwingern der Burg


An zwei Samstagen im November 2011 haben Mitglieder des Burgvereins wieder große Mengen von Efeu von den Burgmauern und Dornengestrüpp aus dem Südzwinger entfernt. Zwei erfahrene Kletterer, Burgvereinsmitglieder, haben die gefährlichen Arbeiten an der Südmauer ausgeführt. Der Burgverein leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der historischen Bausubstanz und zur Pflege und Verschönerung der Anlage. Die Ostmauern und an die steilen Felsen im Halsgraben hat ein Profi-Team im Auftrag und mit Unterstützung des Burgvereins ebenfalls in einer mehrtägigern Aktion von Efeu, Bäumen und Gestrüpp befreit. Ob der übrige Wildwuchs im Südzwinger, Bäume und Büsche, noch vor dem Frühjahr 2012 entfernt werden kann, ist derzeit fraglich. Obwohl ein Gutachten des Burgenforschers Dr. Joachim Zeune dringend dazu rät, haben sich die Untere Denkmalbehörde beim Main-Taunus-Kreis und die Stadt Eppstein bisher sehr viel Zeit gelassen, die Genehmigung zu dieser Maßnahme zu erteilen.

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Termine 2012


Die Jahreshauptversammlung des Burgvereins wird am Freitag, 20. April, 19.30 Uhr, in der Kemenate auf Burg Eppstein stattfinden.
 
Das Burgfest 2012 findet vom Freitag, 24. August bis Sonntag 26. August statt.
 
Die Mittelalteressen des Burgvereins in Zusammenarbeit mit dem Burgmuseum werden an den Samstagen 15. und 29. September stattfinden. Voranmeldungen sind bereits jetzt möglich bei Brigitte Schier unter Tel-Nr. 06198-8179.
 
Der Herbstausflug des Burgvereins, vermutlich zur Burg Breuberg im Odenwald, ist für Sonntag, 7. Oktober 2012 geplant.
 
Für alle Termine wird ein ausführliches Programm rechtzeitig auf dieser Seite bekannt gegeben.
 
Das komplette Programm aller Burgveranstaltungen 2012, einschließlich der Burgfestspiele, wird demnächst auf der Website der Stadt Eppstein und auf dieser Seite unter „Veranstaltungen“ veröffentlicht.

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Turmrenovierung abgeschlossen


Im Oktober 2011 war es endlich soweit. Der Bergfried konnte wieder für Besucher geöffnet werden. Nach mehr als einem halben Jahr waren die Renovierungsarbeiten abgeschlossen. Verputz wurde restauriert, eine neue Beleuchtung erleichtert den Besuchern den Auf- und Abstieg auf der engen Wendeltreppe. In der ehemaligen Türmerstube wurden behutsam die Aufgaben und das Leben des Türmers im Mittelalter inszeniert. Der Burgverein hat sich mit ca. 30.000 € an der Renovierung beteiligt. Unser „Elektrikerteam“, Ulrich Geffers und Stefano Ruperto, hat mit mehr als 200 Arbeitstunden sämtliche Elektroarbeiten durchgeführt, teilweise unter schwierigsten Bedingungen.

Video zur Türmerstube auf der Website der Stadt Eppstein: Link zum Video

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Burg im Winterschlaf


Im Winter werden keine Veranstaltungen auf der Burg durchgeführt. Dennoch bleibt die Burg Mittelpunkt Eppsteins. An den Advents-Samstagen werden an der Nordmauer der Burg Adventsfenster geöffnet.
Passend dazu gibt es in der Wooganlage unterhalb der Burg jeweils eine Veranstaltung (siehe „Veranstaltungen“ auf dieser Seite).
 

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Herbstzeit - Pflegezeit


Ab Oktober ist wieder Gelegenheit, dem Efeu und anderen für die Burgmauern schädliche Gewächse zu Leibe zu rücken. Was passiert, wenn die Mauern nicht regelmäßig und konsequent vom Bewuchs befreit werden, zeigt uns anschaulich ein im Oktober 2011 im Ostzwinger aufgenommenes Foto.
 
Eine Akazie hatte auf der Mauerkrone Wurzeln geschlagen. Sie wurde immer wieder abgeschnitten. Die Wurzel wuchs aber weiter. Sie ist nun mehrere Meter lang und armdick. Um sie zu beseitigen und weitere Schäden zu vermeiden, wurde jetzt der gesamte Mauerabschnitt aufgebrochen. Das kostet!
 
Mitglieder des Burgvereins haben bereits Mitte Oktober 2011 große Teile der Schildmauer zum Halsgraben (Rückseite des Museums) sowie den Felshang darunter von Efeu, Gestrüpp und Bäumen befreit.

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Mit der Machete an der Ostmauer - Artikel aus dem Wiesbadener Kurier


25.10.2010 - EPPSTEIN

Von Mirja Pütz

BURGVEREIN Eppsteiner befreien ihr Wahrzeichen von Efeu-Wildwuchs / Bergsteiger-Ausrüstung beim Großreinemachen

Efeu ist zwar die Heilpflanze des Jahres 2010, aber für Mauerwerk ist das robuste Gewächs pures Gift. In mühsamer Kleinarbeit und manchmal auch mit brachialer Gewalt befreiten Mitglieder des Eppsteiner Burgvereins das Wahrzeichen ihrer Stadt vom hartnäckigen Bewuchs. Keine leichte Aufgabe und deshalb hat der Verein dem Vorhaben auch aus gutem Grund einen ganzen Tag gewidmet.

Sprengkraft

„Efeu ist stark und kann bei ungehindertem Wachstum eine Mauer regelrecht sprengen“, erklärt Peter Arnold. Gerade den Bewuchs an der Ostmauer behält der Vereinsvorsitzende immer gut im Auge. Nach drei Jahren ungehinderter Entfaltung ging es dem Efeu dieses Jahr wieder an den Kragen und diesmal stand der bislang vernachlässigte Ostaufgang ganz oben auf der Liste.

Ein bisschen Efeu zupft der Verein immer mal wieder. Für eine groß angelegte Aktion packt Peter Arnold auch mal die Machete aus. Der Ostaufgang der Burg hat es in sich. Dick wie Gartenschläuche haben sich die Wurzeln an der Mauer eingegraben. Mit vorsichtigem Zupfen ist es hier im Vergleich zum Westaufgang nicht mehr getan. „Jetzt nochmal mit dem Seil“, ruft Museumsführer Ulrich Geffers seinem Vereinskollegen von oben zu. Der Kollege zieht mit aller Kraft direkt an der Wurzel, aber außer ein bisschen Blätterrascheln passiert nicht viel. Kurz entschlossen greift Peter Arnold zur Machete, steigt über das Geländer und die Efeuschnipsel fliegen nur so. Keine Minute später liegt ein dichter Efeuteppich auf der Straße. Ein Teilsieg, denn die Ostmauer ist zu großen Teilen zugewachsen und der Verein hat kaum eine Chance etwas dagegen zu tun. Den Aufgang bekommt der Verein noch in den Griff, aber „direkt an der Außenmauer der Anlage brauchen wir Kletterer“, sagt Arnold.

Glücklicherweise hat der Verein sogar zwei davon. Mitglied Werner Diedorf wirft einen etwas unglücklichen Blick auf den nieseligen Himmel und geht trotzdem los, um seine Bergsteigerausrüstung zu holen. Währenddessen steht seine Frau Kerstin Krämer schon gut gesichert an der Mauer und plant die ersten Arbeitsschritte. Der Plan sollte stehen, solange die Eppsteinerin noch festen Boden unter den Füßen hat, auch wenn immer wieder Überraschungen im Bewuchs auftauchen. Als leidenschaftliche Bergsteigerin ist Kerstin Krämer aber an plötzliches Umdenken gewöhnt und Efeu ist schließlich nur eine weitere Herausforderung. „Das sieht immer ziemlich spektakulär aus“, sagt Peter Arnold und ist froh, auf zwei so versierte Helfer zurückgreifen zu können. Um gegen die geballte Pflanzenmacht anzutreten, wäre aber eigentlich eine ganze Armada von Kletterern notwendig.

Sanierung geplant

Die Stadt hat für das nächste Jahr zwar eine Grundsanierung der Ostmauer geplant, aber der Verein sieht sich trotzdem in der Pflicht. „Die Schönheit der Burg wird immer bewundert und wir tragen gerne unseren Teil dazu bei“, erklärt der Vorsitzende voller Überzeugung. Den zweiten Verschönerungstag in diesem Jahr betrachtet Arnold deshalb als Vorarbeit zu der anstehenden Sanierung „und wir sparen der Stadt auch gerne ein bisschen Geld“. Letztendlich sitze der Efeu aber immer am längeren Hebel: „Den gab es immer schon immer und in früheren Tagen hat der Efeu sehr zum Bild der romantischen Ruine beigetragen.“ Romantik in allen Ehren, aber der Erhalt der Burg hat für Peter Arnold eindeutig Vorrang „und außerdem ist unsere Burg ist auch so romantisch genug“.


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